In der IOmeter App kannst du dein Gerät unter dem Punkt "Geräteeinstellungen" individuell konfigurieren. In diesem Artikel gehen wir kurz auf jede Einstellungsmöglichkeit ein und erklären dir genauer, was diese machen und welchen Nutzen sie haben. Ganz oben in jedem Absatz findest du die benötigte Firmware-Version für die jeweilige Einstellung.
Einige der Einstellungen sind erst seit der neusten Firmware-Version für die Bridge 104 möglich. In dem verlinkten Artikel kannst du mehr über die neuen Funktionen und Änderungen der neuen Firmware erfahren.
- Anonyme Diagnosedaten
- Access-Point-Steering
- Lokale API aktivieren
- Aktualisierungsintervall
- Kompatibilitätmodus
- Energiesparmodus
- Leseintervall limitieren
- WLAN-Timeout
- SubGhz-Timeout
- Multicast
Anonyme Diagnosedaten
Bridge F/W >= 87
Mit dieser Einstellung aktivierst du die anonymisierte Erhebung von Daten zu deinem Gerät durch unser Auswertungsprogramm. Zu den erhobenen Daten gehören bspw. Metriken zur Erfassung, wie lange Geräte online bleiben, wie oft sie Neustarten, wie gut WIFI- und Funkverbindung sind und vieles mehr. Diese Daten können dann entweder von unserem Support-Team genutzt werden, um dir im Fall von technischen Schwierigkeiten besser helfen zu können oder von unserem Entwickler-Team, um eventuelle Schwächen der Geräte zu erkennen und zu verbessern.
Access-Point-Steering
Bridge F/W >= 87
Diese Einstellung ist etwas technischer. Sie ermöglicht deinem Gerät, falls es sich in einem Mesh-Netzwerk befindet, automatisch zwischen den Zugangspunkten im Netzwerk zu wechseln, je nachdem welcher Zugangspunkt die beste Verbindung zur Bridge hat. Ein Mesh-Netzwerk beschreibt hierbei ein WLAN-Netzwerk, das nicht nur aus einem Router, sondern auch bspw. aus einem Repeater besteht. Router und Repeater sind hierbei die Zugangspunkte zum Internet und mit dem "Access-Point-Steering" kann sich die Bridge automatisch mit dem für sie am besten geeigneten Zugangspunkt verbinden und diese auch bei Änderungen der Verbindungsstärken dynamisch wechseln.
Lokale API aktivieren
Bridge F/W >= 87
Hier kannst du die lokale API aktivieren und deaktivieren. Die lokale API ist die Schnittstelle auf der Bridge, die nur von Geräten im selben WLAN-Netzwerk abgerufen werden kann. Diese Schnittstelle muss aktiviert sein, wenn du lokale Integrationen, wie Home Assistant, Homey oder verschiedene Batterispeicher, mit deinem IOmeter nutzen möchtest.
Aktualisierungsintervall
Bridge F/W >= 87
Das Aktualisierungsintervall setzt fest, wie oft sich die Daten der lokalen API aktualisieren. Um Echtzeit-Daten über die lokale API abzufragen, musst du das Intervall natürlich auf sekündlich setzen. Das bedeutet allerdings auch, dass der Core sekündlich Daten vom Zähler auslesen und an die Bridge senden muss, was einen erheblich höheren Energiebedarf bedeutet und die Batterielaufzeit verringert.
Kompatibilitätsmodus
Bridge F/W >= 104
Mit dem Kompatibilitätsmodus kannst du die lokale Schnittstelle deiner Bridge so anpassen, dass über diese noch mehr Partner-Systeme verbunden werden können (vor allem Batteriespeicher!). Um genauere Informationen zu erhalten, wie du diese Funktion nutzen kannst und welche Systeme dadurch zusätzlich zu unserer Integrationsliste eingebunden werden können, melde dich gerne bei unserem Kundensupport werktags unter +49 (0) 30 837 96376 oder jederzeit unter support@iometer.de.
Energiesparmodus
Bridge F/W >= 104
Core F/W >= 82
Der Energiesparmodus kann die Batterielaufzeit deines Cores erhöhen, in dem er die Datenübertragung von Core zur Bridge einschränkt. Hierfür wird eine minimale Änderung in deinen Zählerdaten festgelegt, die überschritten werden muss, bevor eine Datenübertragung von Core zur Bridge erfolgt. Wenn du also ein sekündliches (oder minütliches) Aktualisierungsintervall für die lokale API aktiviert hast, wird nicht mehr zwingend sekündlich von Core an Bridge gesendet, sondern nur, wenn der Core eine Änderung in der Leistung an deinem Zähler von über 10W oder für den Zählerstand von über 100Wh erkennt. Neben der Batterielaufzeit kann so ebenfalls die Funkverbindung zwischen Core und Bridge verbessert werden.
Leseintervall limitieren
Bridge F/W >= 104
Core F/W >= 82
Jetzt wird es etwas komplizierter: Mit der Begrenzung des Leseintervalls legst du das minimale Intervall fest, mit dem der Core Daten vom Zähler einliest. Dieses wird nie unterschritten. Wenn du also ein sekündliches Aktualisierungsintervall für die lokale API aktivierst, aber das Leseintervall auf 10 Sekunden einstellst, wird trotzdem nur mindestens alle 10 Sekunden vom Core gelesen (und dementsprechend auch Daten an die Bridge übertragen). Dies kann zusätzlich zu einer erhöhten Lebensdauer der Batterie in deinem Core führen. Das minimale Intervall gilt natürlich für andere Verbindungen zur Bridge, die eine erhöhte Lesefrequenz des Cores bedingen (wie bspw. Cloud-Integrationen, an die die Bridge Daten in Echtzeit sendet) und schränkt auch für diese die Lesegeschwindigkeit ein.
WLAN-Timeout
Bridge F/W >= 87
Das WLAN-Timeout meint einen Watchdog für die WLAN-Verbindung der Bridge. Der Watchdog überwacht die WLAN-Verbindung. Wenn deine Bridge für den von dir in den Einstellungen festgelegten Zeitraum keine WLAN-Verbindung hat, startet der Watchdog die Bridge neu, um so eine neue Verbindung zum WLAN herzustellen. Achtung: Zu kurze Intervalle können zu ungewollten Restarts der Bridge führen.
SubGhz-Timeout
Bridge F/W >= 87
Das SubGhz-Timeout funktioniert analog zu dem WLAN-Tiemout, nur dass es die Verbindung zwischen Core und Bridge überwacht. Ist diese Verbindung zu lange getrennt, wird auch hier die Bridge neu gestartet. Es gilt ebenfalls: Zu kurze Intervalle können zu ungewollten Restarts der Bridge führen.
Multicast
Bridge F/W >= 87
Multicast ist ein Mechanismus, bei dem die Bridge Daten in das lokale Heimnetzwerk broadcastet. Broadcasten bedeutet, dass die Bridge unangefragt die Daten ins Netzwerk sendet und andere Teilnehmer des Netzwerks die gesendeten Datenpakete abrufen können. Hierbei wird den Datenpaketen, die die Bridge ins Netzwerk sendet, eine eigene IP-Adresse und Port zugewiesen, die die Teilnehmer im Netzwerk nutzen können, um die Datenpakete abzurufen. Der TTL-Wert besagt, wieviele Router die gesendeten Daten durchlaufen dürfen. Bei einem Wert von 10 können die Daten also 10 Router in einer Netzwerkstruktur mit mehreren Routern durchlaufen. Bei einem Wert von 0 bleiben die Datenpakete im Netzwerk des verbundenen Routers.